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Wärme-, Kälte- und Strahlenbehandlung bei Morbus Bechterew Die Behandlung rheumatischer Erkrankungen mit Wärme wird in vielen Formen angewandt. Wärme mildert die Schmerzen und die Steifheit, weil sie die Durchblutung fördert. Ein warmes Bad vor dem Schlafengehen, eine Wärmflasche, eine Heizdecke oder eine warme Dusche am Morgen kann man zu Hause anwenden. Der Masseur wendet vor der Massage Fangopackungen, Infrarotbestrahlung, Elektrotherapie oder ähnliche durchblutungsfördernde Maßnahmen an. Bei stationären Heilbehandlungen wird die Wärme in Form von Thermalbädern oder warmen Moorbädern eingesetzt.
Auch Kälte ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen hilfreich. Sie wirkt entzündungsmildernd und schmerzlindernd. Vor allem während ausgeprägter Entzündungsschübe ist der Einsatz von Kälte sinnvoll. Mit Eis- oder Gelpackungen lassen sich einzelne Gelenke behandeln. In der Kältekammer vieler Rheumakliniken lässt sich die ganze Körperoberfläche behandeln, damit man anschließend unter dem schmerzlindernden Einfluss aktive Bewegungsübungen durchführen kann, denen vorher der Schmerz im Wege stand.
In verschiedenen Kurorten gibt es Behandlungen mit dem radioaktiven Edelgas Radon (z. T. in Kombination mit Überwärmung), dem viele Morbus-Bechterew-Patienten eine Besserung verdanken. Die Strahlenbelastung ist gegenüber der heilenden Wirkung vernachlässigbar. In schweren Fällen, bei denen eine Behandlung mit Medikamenten nicht ausreicht oder der Patient keines der Medikamente verträgt, kommt eine 10-malige Injektion des radioaktiven Isotops Radium-224 in Frage. Die dadurch erreichte innere Bestrahlung der Entzündungsstellen mit Alphastrahlen bewirkt in vielen Fällen ein Nachlassen der Schmerzen und einen Rückgang der Entzündungsaktivität über mehrere Jahre.
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