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Behandlung mit cortisonfreien Entzündungshemmern (nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR)Was sind nichtsteroidale Antirheumatika ? Diese Medikamente sollen Ihre Beschwerden bei Morbus Bechterew möglichst rasch verbessern. Sie wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd, enthalten aber kein Cortison. Der langfristige Verlauf Ihrer Erkrankung wird durch die NSAR (z.B. Indometacin, Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam, Meloxicam u.a.) nicht geändert. Wie wird die Behandlung mit NSAR durchgeführt ? Sie nehmen regelmäßig, am besten während oder nach einer Mahlzeit Ihr Medikament ein. Gelegentlich ist es erforderlich, daß Sie zur Nacht ein längerwirkendes Präparat bekommen. Manchmal reicht es aus, wenn Sie Ihr Medikament nur bei stärkeren Beschwerden einnehmen. Fragen Sie aber Ihren Arzt, wieviel Tabletten Sie am Tag höchstens nehmen dürfen! Woran merken Sie, daß die Behandlung mit NSAR wirkt ? Innerhalb von Stunden bessern sich
Schmerzen und Schwellungen. Morgensteifigkeit und Müdigkeit nehmen ab. Spritzen
sind weder stärker noch besser verträglich als Tabletten oder Zäpfchen. Die
Wirkung Ihres Medikaments hält nur so lange an, wie Sie es einnehmen. Die Behandlungsdauer richtet sich nach Ihren Beschwerden. Bei Besserung kann die Dosis nach Rücksprache mit Ihrem Arzt reduziert oder die Behandlung ganz beendet werden. Was passiert, wenn die Behandlung mit NSAR nicht wirkt ? Wenn Ihr Medikament nicht ausreichend wirkt, entscheidet Ihr Arzt über eine mögliche Dosiserhöhung oder er verordnet Ihnen ein anderes Präparat. Welche Nebenwirkungen können auftreten ? Viele Nebenwirkungen sind ungefährlich. Einige Patienten klagen über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Ursache dafür kann eine Magenschleimhautentzündung oder seltener ein Magengeschwür sein. Dies gilt besonders für Patienten, die außer NSAR auch Cortison einnehmen. Wenn bei Ihnen schon einmal eine Magenerkrankung bestanden hat, teilen Sie dies ihrem Arzt mit. Andere haben Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl oder sind außergewöhnlich müde. Diese Beschwerden treten vor allem in den ersten Wochen der Behandlung auf. Gelegentlich kommt es zu Juckreiz, Hautausschlag, schmerzhaften Bläschen im Mund- / Rachenbereich oder Haarausfall. Es können auch Wassereinlagerungen oder eine Blutdrucksteigerung auftreten. Wenn Sie Fieber, Blut im Stuhl oder schwarzen Stuhl haben, informieren Sie umgehend Ihren Arzt darüber. Welche Nebenwirkungen bemerkt Ihr Arzt ? Durch Blutuntersuchungen kann er Veränderungen an der Leber, an den Nieren und an der Blutbildung feststellen. Auch eine Urinuntersuchung ist notwendig. Bei länger anhaltenden Magenbeschwerden wird Ihr Arzt eine Magenspiegelung veranlassen. Sollte bei Ihnen eine Magenschleimhautentzündung oder ein Geschwür nachgewiesen werden, dann entscheidet Ihr Arzt über die weitere Behandlung. Ein Absetzen Ihres Medikamentes ist nicht zwingend erforderlich. Gefährliche Nebenwirkungen sind außerordentlich selten. Was ist außerdem noch während der Behandlung zu beachten ?
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