Abgeschickt von Uli am 25 November, 2008 um 13:25:28:
"Die vier B's : großer Bauchumfang, erhöhter Blutzucker, veränderte Blutfettwerte und Bluthochdruck ...
.... sind Risikofaktoren, die die Tendenz zu Erkrankungen enorm in die Höhe schnellen lassen", betonte der Ärztliche Direktor der Klinik Teutoburger Wald in Bad Rothenfelde. "Kritisch ist ein Bauchumfang über 102 cm bei Männern und über 88 cm bei Frauen. ... Entwickelt sich aus der ungünstigen Risikokonstellation ein Diabetes, ist auch das kardiovaskuläre Risiko enorm hoch. So beträgt die kardiovaskuläre Mortalität in der Normalbevölkerung 45 Prozent, bei den Typ-2-Diabetikern jedoch 65 Prozent. Wer gegen diese Gefährdung etwas unternehmen will, muss Gewicht reduzieren, den Körper auf Trab halten und gesundes Essen auf den Tisch bringen."
Tierversuche zeigen, dass eine permanente leichte Unterernährung die Vitalität steigert und das Leben um mehr als 30 Prozent verlängern kann, aber ob das Hungern auch die Lebensspanne eines Menschen wesentlich verlängert, ist unklar. "Ob wir an Lebenszeit gewinnen weiß niemand", sagt auch Forscher Christiaan Leeuwenburgh, Leiter der Abteilung Altersbiologie an der Universität von Florida. "Aber eines ist sicher : Kalorienreduzierung kann helfen, die genetisch bedingte maximale Lebensspanne auszuschöpfen."
In den reichen Ländern essen vermutlich 90 Prozent der Menschen 50 Prozent zu viel, selbst wenn sie nur noch halb so viele Kalorien zu sich nehmen würden, würden sie ihren Grundumsatz decken, der das optimale Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch bezeichnet. Viele Studien belegen, dass die Einhaltung dieses Gleichgewichts hilft, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorzubeugen.
Manche Versuche mit Tieren und Menschen gingen noch weiter : Bei gleichbleibender Nährstoffzufuhr wurde der Grundumsatz um zehn bis 20 Prozent unterschritten. Die Ergebnisse legen nahe, dass diese leichte Unterernährung der Gesundheit zuträglich ist. Im Schnitt brauchen Männer 1800 Kalorien am Tag, Frauen je nach Größe zwischen 1200 und 1600.
Luigi Fontana ist Professor an der Abteilung für Ernährungswissenschaft und Geriatrie der Washington University in St. Louis im Bundesstaat Missouri. Seit Jahren erforscht er die Auswirkungen der Niedrigkaloriendiät beim Menschen. In einer Langzeitstudie beobachtet er eine Gruppe von 50 Erwachsenen, die sich seit mindestens einem Jahrzehnt kalorienreduziert ernähren. "Die meisten von ihnen sind in mittlerem Alter, aber ihr Herz-Kreislauf-System gleicht dem von Teenagern“, erklärt Fontana. "Ihr Blutdruck, der Cholesterinspiegel und die Blutzuckerwerte sind niedrig, wohingegen der Spiegel des so genannten guten Cholesterins hoch ist. Weitere Studien zeigen, dass diese Art von Unterernährung den Alterungsprozess verlangsamt."
Bob Cavanaugh, ein ehemaliger Soldat und Mitglied der US-Gesellschaft für Kalorienreduktion, sagt über die Anhänger der Diätbewegung : "Viele machen mit, weil sie länger leben wollen, andere wollen mit der Diät altersbedingten Krankheiten vorbeugen, oder sie haben schon Diabetes, einen hohen Cholesterinspiegel oder verstopfte Arterien und wollen mit der Diät Ordnung in ihrem Körper schaffen.“
Er erinnert er sich an den Beginn seiner Ernährungsumstellung : "Ich litt seit 15 Jahren an Bluthochdruck und hatte stets Hunger und Fressattacken, als ich vor acht Jahren begann, weniger zu essen. Kalorienreduzierte Kost bedeutet nicht nur Kalorien zu zählen und wenig zu essen, sondern darauf zu achteten, genügend Vitamine, Mineralien und Aminosäuren zu sich zu nehmen. Ich beschränke mich zwar auf zwei Mahlzeiten am Tag, esse aber jede Menge Obst und Gemüse zusammen mit den kleinen Portionen Fleisch oder Fisch. Fettes, sehr Süßes oder Salziges sind tabu. Heute fühle ich mich viel vitaler und habe mehr Energie als vor 20 Jahren."