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Diagnose des Morbus BechterewIm Anfangsstadium sind die Beschwerden meist unspezifisch und werden daher oft fehlgedeutet. Es gibt jedoch heute Kriterien, auf deren Basis erfahrene Rheumatologen eine zuverlässige Diagnose stellen können. Dennoch liegen gegenwärtig die Zeiten bis zu einer gesicherten Diagnose im Mittel noch im Bereich von ca. sieben Jahren!
Seit den 60er Jahren bemüht man sich um einheitliche Diagnosekriterien, die sowohl klinische als auch radiologische Befunde berücksichtigen. Am gebräuchlichsten sind die modifizierten New York-Kriterien. Die modifizierten New York-Kriterien der Spondylitis ankylosans
Gesicherte SPA: Mind. Ein klinisches und ein radiologisches Kriterium Das Saroiliacal (SI)-Gelenk ist das „Schlüsselgelenk“ der SPA. Bei ca. 99 % der Patienten gibt sich die Erkrankung radiologisch zuerst an den SI-Gelenken zu erkennen. Die oft als typisch beschriebenen Syndesmophyten im thoracolumbalen Übergang (Übergang Lendenwirbelsäule zu Brustwirbelsäule) sind für die Frühdiagnose der SPA ungeeignet. Charakteristisch ist vielmehr eine bilaterale SI-Arthritis mit dem Nebeneinander von Knochenab- und –anbau, d. h. Osteolysen (Knochenabbau), subchondralen Sklerosen (Knochenverdichtungen) und beginnender Ankylose (Gelenkversteifung). Die Rolle der Computertomographie und Kernspintomographie in der Diagnostik der SPA ist in Anbetracht von Kosten, Strahlenbelastung und Mangel kontrollierter Studien gering; die Szintigraphie der SI-Gelenke hat aufgrund zu hoher Sensitivität (oft positive Ergebnisse) und zu geringer Spezifität (positive Ergebnisse bei vielen verschiedenen Ursachen) eher enttäuscht. Eine diagnostisch weiterführende Alternative zur Übersichtsaufnahme der SI-Gelenke ist die konventionelle Schichtuntersuchung. Das früheste klinische Zeichen der SPA ist ein Rückenschmerz von besonderem Charakter, der sogenannte entzündliche Rückenschmerz.
Im weiteren Verlauf entwickelt sich die gefürchtete Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit, wobei zuerst die Extension (Streckung), dann die Flexion (Beugung) verloren geht. Nicht nur aus diagnostischen Gründen, sondern auch als Verlaufsparameter sind neben der regelmäßigen Messung der Körpergröße der Finger-Bodenabstand, die Atembreite, die Maße nach Schober und Ott, der Kinn-Brust-Abstand und der Hinterhauptswandabstand von wesentlicher Bedeutung. Laboruntersuchungen sind bei der SPA weniger hilfreich als bei der cP oder Kollagenosen. Nur in ca. 35-65 % der Fälle finden sich Erhöhungen der Blutsenkungsreaktionen oder des C-reaktiven Proteins. Gemeinsamkeiten der Spondarthritiden
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