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Basistherapie des Morbus BechterewOb langwirksame Antirheumatika (LWAR (engl.: DMARDS = Disease Modifying Antirheumatic Drugs), früher als "Basismedikamente" bezeichnet) den Verlauf der Wirbelsäulenbeteiligung beeinflussen, ist nicht geklärt. Placebo-kontrollierte Studien sind zu dieser Fragestellung nur für Sulfasalazin vorhanden und zeigen keinen eindeutig positiven Effekt. In der Praxis kann Sulfasalazin nur als individueller Versuch für Patienten mit therapie-refraktärer Wirbelsäulenbeteiligung vor allem in frühen Krankheitsstadien empfohlen werden. Die Wirksamkeit der Behandlung sollte nach 4 Monaten beurteilt werden. Radiumchlorid ist seit Oktober 2000 für die Behandlung des Morbus Bechterew unter dem Namen 224SpondylAT® neu zugelassen. Das bedeutet de facto, dass Radiumchlorid damit im Moment das einzige zugelassene Basistherapeutikum für den Morbus Bechterew ist. Langfristig
krankheitsmodifizierende Medikamente:
Eine "Basistherapie" mit langfristig krankheitsmodifizierenden
Medikamenten (Chloroquin, Goldsalze, Methotrexat, Sulfasalazin usw.), wie sie
bei der chronischen Polyarthritis angewandt wird, ist beim Morbus Bechterew
allenfalls angezeigt, wenn die Krankheit von starken polyarthritis-ähnlichen
Gelenkentzündungen begleitet ist. Eine Basistherapie mit dem Wirkstoff
Sulfasalazin wird neuerdings auch beim Morbus Bechterew ohne periphere
(außerhalb der Wirbelsäule liegende) Gelenkbeteiligung durchgeführt und als
hilfreich empfunden. Eine solche Therapie sollte aber nur beginnen, wer gewillt
ist, sie über mindestens 2 Jahre konsequent (d. h. unter Einhaltung der
vorgesehenen Dosis und der notwendigen regelmäßigen Blutuntersuchungen)
beizubehalten. siehe Methotrexatsiehe Sulfasalazin
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